Rescue Tropfen für Hunde und Katzen

RESCUE® Tropfen für Hunde und Katzen (und Menschen) – davon habt ihr bestimmt schonmal gehört, oder? Ich habe schon in unzähligen Social Media Gruppen den Tipp gesehen, dass die RESCUE® Tropfen bei Hund und Katze in dieser, jener und solcher Situation helfen können.

Ich möchte euch heute kurz ein paar Infos geben, was es mit den RESCUE® Tropfen nach Edward Bach auf sich hat, wann sie helfen können und wann ich davon abraten würde.

RESCUE® Tropfen – Der Sinn dahinter

Es gibt Situation für uns Menschen und unsere Tier, die werfen uns aus der Bahn: Ein großes Ereignis im Leben, eine Veränderung (Privat, Beruflich), die uns stark auf die Psyche schlägt.

Bei Tieren kann das ein Umzug sein, ein Unfall, der Einzug/Auszug von neuen tierischen (oder menschlichen) Mitbewohnern, eine eigene Krankheit. Jedes Tier ist anders und reagiert in bestimmten Situationen unterschiedlich zu anderen Tieren – wie wir Menschen auch. Ist das Tier sensibler, kommt es eventuell schlechter mit Veränderungen klar und braucht ein wenig Hilfe. Und wenn die Psyche angeschlagen ist, kann sich das auf den Körper niederschlagen (und vice versa).

Einigen Tierbesitzer greifen dann zu den RESCUE® Tropfen, die oft als Notfalltropfen bekannt sind. Die gibt es zum Teil in der Zoofachhandlung, werden in vielen Foren und Online-Gruppen, aber auch vom Tierarzt oder Tierheilpraktiker gern empfehlen.

Diese Mischung ist die einzigen Bachblütenmischung, die von Dr. Edward Bach selbst zusammengestellt wurde. Er hat dabei die fünf Blüten gewählt, die bei den meisten Menschen in seelischen Notsituationen gewirkt haben sollen.

Dr. Edward Bach

Auch wenn er einen deutschen Nachnamen hatte, so war er ein britischer Humanmediziner. Er hatte anfangs einen starken Fokus auf Bakteriologie und Pathologie und forschte neben seiner Arbeit als Chirurg in seinem Labor .

Laut dem Bach Centre war er frustriert darüber, dass die moderne Medizin sich nur auf die Krankheit konzentriere und nicht auf den ganzen Menschen. Und na ja… irgendwie ist das heute ja auch noch so. Und in der Tiermedizin ist es oft nicht anders.

Wo Bach anfangs noch an Impfungen forschte geriet die Homöopathie immer mehr in seinen Fokus. Schließlich kam Edward Bach darauf, dass die Antwort vieler Erkrankungen nicht in einer Impfung lag und auch das Forschen im Labor nicht die Lösung war. Und so fand er Antworten in der Natur. Bach begann Pflanzen und deren Blüten zu sammeln, sah Erfolge und widmete die letzten Jahre seines Lebens der Suche nach alternativer Medizin in Form seiner Bach Blüten.

Die RESCUE® Blüten

Bach hat fünf Blüten zu gleichen Teilen zusammen gestellt, von denen mindestens eine bei den meisten Menschen eine positive Wirkung gezeigt hat. Allerdings soll er diese Mischung nur dann angewendet haben, wenn es eine Notsituation war, in der keine Zeit war nach den individuell passenden Blüten zu suchen.

  1. Cherry Plum (Kirschplaume): Sie hilft in Angstsituationen, bei innerer Anspannung und unkontrollierbaren Gefühlen gelassener zu werden. Tiere die schnell in Angstsituationen auf Angriff gehen, beißen, und oft angespannt und gestresst sind, können hier profitieren.
  2. Clematis (Weiße Waldrebe): Diese Blüte wird genutzt, wenn Tiere scheinbar mit dem Leben abgeschlossen haben, tag-träumen, ihnen alles egal scheint und sie kaum reagieren, wenn man sie anspricht. Sie kann helfen, wieder ins hier und jetzt zu kommen.
  3. Impatiens (Drüsentragendes Springkraut): Impatiens ist das englische Wort für Ungeduld. Tieren, die hektisch oder nervös reagieren, ungeduldig und leicht reizbar sind, kann mit Impatiens geholfen werden geduldig zu werden.
  4. Rock Rose (Gelbes Sonnenröschen): Diese Blüte kann in akuten Angst- und Schocksituationen (nach einem Unfall, nach einem traumatischen Zwischenfall) Wunder wirken. Sie muss allerdings sofort/kurzfristig nach dem Vorfall angewendet werden.
  5. Star of Bethlehem (Doldiger Milchstern): Es gibt den Mythos, dass Tiere schnell vergessen. Viele Menschen, die ein Tier aus dem Tierschutz adoptieren, welches schlechte Erfahrungen gemacht hat, wir mir zustimmen, dass das nicht stimmt. Star of Bethlehem kann Tier (und Mensch) helfen vergangene Traumata zu überwinden und Trost spenden.
Hilft es?

Jein. In einer akuten Situation, bei der schnell gehandelt werden muss, kann es sein, dass diese Mischung hilft.

In meiner Erfahrung mit der Bachblütentherapie mit Tieren lohnt es sich allerdings die Zeit zu nehmen eine individuelle Mischung zu erstellen, da nicht alle Rescue-Blüten bei allen Tieren den gewünschten Effekt haben, sondern im schlimmsten Fall das Gegenteil bewirken können.

Manche Menschen hatten wohl noch zu Dr. Edward Bach’s Lebzeiten die Idee, man könne ja alle 38 Blüten zusammen mischen und allen ist geholfen. Aber das habe Bach selbst versucht und er ist gescheitert. Und das ist verständlich.

Es gibt mehrere Blüten, die in ein und der gleichen Situation helfen können. Zum Beispiel bei ängstlichen Tiere. Doch woher kommt die Angst und wie reagiert das Tier in der Angst? Einem Hund, der aus Angst beißt zum Beispiel Mimulus, die Mutblüte, zu geben, kann zur Folge haben, dass der Hund dann erst recht den Mut hat zuzubeißen.

Fazit

Im Falle der Rescue-Tropfen: Die Mischung enthält Blüten, die für unterschiedliche Charaktere entwickelt wurde, die zum Teil sehr verschieden sind.

In akuten Situation könnte die Mischung helfen (war allerdings eventuell an der Akutblüte Rock Rose liegt?). Wenn eure Haustiere allerdings ein bestimmtes Problem haben, rate ich euch einen Bachblütentherapeuten in eurer Nähe zu suchen, der zu euch kommen kann und euch die richtigen Blüten zusammenstellt.

Wenn ihr Fragen habt oder eine Bachblütenberatung von mir möchtet, meldet euch gern. 🙂

Eure Nicole

Kommentare sind geschlossen.